Jeder Mensch stellt eine Welt in sich dar und jede Biographie (Lebensgeschichte) ist einzigartig und entwicklungsfähig.

Gemeinsam ist jedoch allen Biographien, dass sie bestimmten, zu beobachtenden Entwicklungen und Krisen unterliegen. Kommt es jedoch zu massiven und nicht mehr zu bewältigenden Störungen, Brüchen und Krisen, liegen die Ursachen in der Vergangenheit im Bereich zwischenmenschlicher Beziehungen und frühster (Bindungs-) Erfahrungen.

Sie können in der Gegenwart durch neue Beziehungserfahrungen korrigiert werden. Unser individueller, humanistisch begründeter Entwicklungsansatz berücksichtigt das Ineinanderwirken leiblicher, seelischer und geistiger Faktoren. Ausgehend von der Einzigartigkeit jedes Menschen werden mit individuellen Betreuungsarrangements auf der Basis authentischer Beziehungen die Rahmenbedingungen zur Persönlichkeitsentwicklung geschaffen. Adressaten unserer Hilfen sind nach unserem systemisch orientierten Verständnis immer die heranwachsenden Menschen innerhalb ihrer Bezugssysteme (form­eller Netze).

Die Aufrechterhaltung der Lebensgemeinschaft „Familie“ steht im Vordergrund, wenn es päda­gogisch sinnvoll und im Interesse des betroffenen Kindes erscheint. Fremd­unterbringung ist als kurzfristige Lösung bzw. Entlastung, aber auch als langfristige Lösung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen denkbar und manchmal unvermeidlich. Das ist immer dann der Fall, wenn kaum noch förderliche Ressourcen im alten Lebensumfeld vorhanden oder/und der Einfluss negativer Faktoren so internalisiert wurde, dass neue Lernerfahrungen dort nicht (mehr) möglich sind.

Ansatzpunkt für die Entwicklung eines Hilfeangebotes wie auch für den alltäglichen Umgang im Betreuungsverlauf ist die individuelle Lebenssituation der jeweiligen Kinder, Jugendlichen und ihrer Familien. Dabei orientieren wir uns an deren Fähigkeiten und Stärken.

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